Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Mein Elmshorner Tagebuch gegen den Corona-Blues, Teil 12

Seit wir in der Woche jeden Tag den NDR-Podcast mit dem Virologen Prof. Christian Drosten hören, amüsieren wir uns darüber, dass er statt „Tests“ meist „Teste“ sagt. Ich hätte meine Hand dafür ins Feuer gelegt, dass das falsch ist. Und nahm es als ein Indiz dafür, dass auch der tollste Experte eben nicht Experte für alles (z. B. Grammatik) sein kann.

Heute habe ich nun zum äußersten journalistischen Mittel gegriffen: Recherche. Und ein kurzer Check auf Duden.de belehrte mich darüber, dass „Teste“ sehr wohl ein möglicher Plural von „Test“ ist. Auch wenn die meisten Leute wohl „Tests“ sagen. Okay, 1:0 für Christian Drosten. Er erfüllt damit wohl doch die Kriterien eines Universalgelehrten der Neuzeit. Weiterlesen


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Mein Elmshorner Tagebuch gegen den Corona-Blues, Teil 10

Ich habe immer schon viel Spaß an Wortklaubereien gehab. Bei der Lektüre von Zeitungen, Magazinen und Blogs fallen mir jede Menge sprachliche Eigenheiten oder Fehler auf. Nun gebiert jede Zeit ihre eigenen interessanten Wortschöpfungen, Redewendungen oder Stilblüten.

Auch Corona erweitert unser Vokabular und bietet jede Menge Raum für sprachliche Fehlleistungen. Eine der ersten Dinge, die mir aufgefallen sind, ist der Einfluss des Virus auf unsere Abschiedsfloskeln. Seit einer Weile endet nahezu jede Unterhaltung und jede E-Mail mit dem Satz: „Bleiben Sie gesund!“. Weiterlesen


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Mein Elmshorner Tagebuch gegen den Corona-Blues, Teil 9

Geht euch das auch so? In Zeiten von Corona sieht die Bude innerhalb kürzester Zeit aus wie Sau. Vermutlich, weil man so viel Zeit zu Hause verbringt und dort ständig vor sich hinbröselt. Jedenfalls war gestern der Hausputz nach Feierabend daran Schuld, dass mein Tagebuch habe ausfallen lassen.

Nun ist die Hütte aber wieder sauber, und es sieht wieder nach einem sonnigen Wochenende aus. Wir nutzten den Vormittag, um ein paar Besorgungen im Gartencenter Rostock zu machen. Dort war auf dem Parkplatz jede zweite Stellfläche gesperrt – ich vermute einmal, damit man sich beim Verstauen der Einkäufe sowie beim Ein- und Aussteigen nicht zu nahe kommt. Besonders viel los war aber nicht dort, die Einlasskontrolle (es wurden nur Kunden in den Laden gelassen, wenn andere ihn verlassen hatten) wäre vermutlich gar nicht nötig gewesen. Weiterlesen


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Mein Elmshorner Tagebuch gegen den Corona-Blues, Teil 5

Ein lustiger Nebeneffekt der aktuellen Pandemie ist, dass es mittlerweile ein Corona-Emoji auf meinem Smartphone gibt. Ich muss gestehen, dass es zuerst bei anderen aufgefallen ist, die es bereits verwendeten. Auf meinem iPhone war es noch nicht zu finden. Deshalb habe ich endlich den schon etliche Tage ignorierten Update des Betriebssystems heruntergeladen – und schwupp hatte ich auch ein Virus, das meine nonverbalen Ausdrucksmöglichkeiten ergänzt.

In seiner Emoji-Variante ist das Corona-Virus sehr wandlungsfähig. Wenn ich es von meinem iPhone per WhatsApp an meinen Mann schicke, der ein Android-Smartphone nutzt, dann sieht es bei der Ankunft dort ganz anders aus. Genau genommen eher wie ein Bakterium. Das ist im Grunde eine biologische Sensation, die dringend weiter erforscht werden sollte. Vielleicht reiche ich das mal als Hörerfrage beim NDR ein, damit sie es im täglichen Corona-Podcast mit Prof. Christian Drosten besprechen. Weiterlesen


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Heute backe ich einen Kuchen – für die Wahlhelfer im Bezirk 6 morgen bei der Landtagswahl

Bislang hatte ich mir nie großartige Gedanken gemacht, welche Logistik hinter einer Landtags- oder sonstigen Wahl steckt. Doch morgen ist erstmals mein Mann Christoph als Wahlhelfer bei der Landtagswahl im Einsatz. Ihn erwartet zusammen mit seinen ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen ein ganz ordentliches Pensum Arbeit, das ich der Truppe mit einem Nusskuchen wenigstens etwas versüßen möchte.

Wahlbenachrichtigung und Personalausweis einstecken, zum Wahllokal marschieren, im schlimmsten Fall ein paar Minuten Schlange stehen, Stimmzettel abholen, in der Kabine verschwinden und Kreuzchen machen. Für die meisten von uns ist der Akt des Wählens eine Sache von Minuten. Weiterlesen


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Der Schiedsmann von Haselau: Immer auf der Suche nach dem besten Kompromiss?

Liebe Leute, ich kann es mir einfach nicht verkneifen, ich muss doch noch meine Lektüre vom vergangenen Sonnabend mit euch teilen. Da war nämlich in den Uetersener Nachrichten zu lesen, dass Gunter Küchler, über dessen verbalen Entgleisungen gegenüber Rennradfahrern ich mich in den letzten beiden Blogposts ausgelassen habe, mit einer Dankesurkunde für seine Tätigkeit als Schiedsmann geehrt wurde.

Es hat seine Vorteile, dass ich seit Abschluss meines Digital-Abos der Elmshorner Nachrichten nicht nur die Elmshorner Nachrichten selbst, sondern auch alle anderen Lokalzeitungen des SHZ-Verlages digital lesen kann. Sonst wäre es mir sicher entgangen, dass der stellvertretende Amtsleiter und stellvertretender Bürgermeister Gunter Küchler aus Haselau kürzlich eine Urkunde für sein ehrenamtliches Engagement als Schiedsmann ausgezeichnet wurde. Weiterlesen


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Die Sache mit der Zeitung: Abendblatt oder Elmshorner Nachrichten?

Wer ebenso wie ich aus Hamburg nach Elmshorn gezogen ist, dem kommt dieses Problem vielleicht bekannt vor: Mit welcher Tageszeitung möchte ich mich beim Frühstück über die wichtigsten Neuigkeiten aus meiner Umgebung informieren? Behalte ich das Abo des Hamburger Abendblatts oder steige ich um auf die Elmshorner Nachrichten?

Ich persönlich habe mich mit dieser Frage lange sehr schwer getan. Mein Abo des Hamburger Abendblatts begleitet mich nun schon sehr lange – lange genug jedenfalls, als dass ich mir als Abonnentin den bestmöglichen Treuestatus „Hanseat“ erarbeitet habe. So etwas gibt man nicht einfach auf, nur weil man in eine andere Stadt zieht. Zumal Elmshorn ja im Speckgürtel von Hamburg liegt und ich auch weiterhin gern auf dem Laufenden sein möchte, was sich in der Hansestadt alles tut. Außerdem hat das Abendblatt einen Regionalteil für den Kreis Pinneberg, in dem sich auch immer wieder Nachrichten aus Elmshorn finden. Weiterlesen


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Elmshorner Krähen im TV: Aloha, ich war im Fernsehen!

Gestern Abend konnte man um 18:30 Uhr endlich den seit Langem angekündigten TV-Beitrag von ZDF Terra Xpress über die Elmshorner Krähenplage sehen. Mit dabei: „Bloggerin Antje Thiel, die auf ihrem Blog ihrem Ärger über das schwarze Federvieh freien Lauf lässt“.

Es ist ja schön, dass man sich inzwischen bundesweit für die Elmshorner Krähenplage interessiert. Deshalb hatte ich vor ein paar Monaten auch gern mitgemacht, als sich das ZDF bei mir meldete und mich fragte, ob ich für einen kurzen Dreh zur Verfügung stehen könnte. Die TV-Redakteure waren bei der Recherche auf mein Blog gestoßen, auf dem ich ja schon häufiger über meinen Ärger über dieses lästige schwarze Federvieh geschrieben habe. Am 5. Juni 2016 um 18:30 Uhr war es nun endlich so weit, der Beitrag wurde gesendet. Wer ihn verpasst hat, kann ihn hier in der Mediathek ansehen. Weiterlesen


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Vier Jahre nach unserem Umzug: Ich bin angekommen in Elmshorn

Facebook ist ja eine tolle Sache. Seit neuestem erinnert es mich an Dinge, die ich in den vergangenen Jahren am selben Datum einmal zum besten gegeben habe. Und da wir vor vier Jahren an Pfingsten von Hamburg-Langenhorn nach Elmshorn gezogen sind, sind dieser Tage auffällig viele Facebook-Erinnerungen mit Bildern von Umzugskartons dabei. Was mich veranlasst, einmal nachzudenken, wie es mir jetzt so geht in Elmshorn.

Vor genau vier Jahren herrschte arbeitsames Chaos in unserem frisch erworbenen Haus. Und Facebook weckt mit seiner Erinnerungsfunktion dieser Tage das eine oder andere vergessene (oder verdrängte?) Erlebnis wieder zutage. Zum Beispiel einen eigentümlichen Dialog, den ich mit dem Lieferanten unserer Küche führen durfte. Weiterlesen


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Und es gibt sie doch: Krähenangriffe in Schleswig-Holstein

Vor einer Weile bekam ich von der Polizei Schleswig-Holstein die Auskunft, dass in ganz Schleswig-Holstein keine Angriffe von Krähen auf Menschen aktenkundig sind. Doch offenbar ist der Polizeistatistik da der „Terror durch wilde Rabenkrähen“ in Barlt durch die Lappen gegangen.

Aufmerksame Blog-Leser wissen, dass ich ein etwas getrübtes Verhältnis zu den vielen Saatkrähen habe, die in Elmshorn ihr Unwesen treiben. Sie sind laut und scheißen alles voll – und man darf (fast) nichts gegen sie unternehmen, weil sie unter Naturschutz stehen. Unklar ist, ob sie Menschen nicht nur durch die Keime in ihren Ausscheidungen gefährlich werden können (die sie gelegentlich auf den Grundstücken von Kindergärten oder Schulen hinterlassen, wo Kinder eigentlich gern draußen spielen), sondern auch durch aggressive Angriffe. In Hamburg kommen Angriffe von Krähen auf Menschen Presseberichten zufolge zwei- bis dreimal im Jahr vor. In Schleswig-Holstein hingegen wurden in den vergangenen Jahren überhaupt keine Krähenangriffe gemeldet, wie mir die Pressestelle der Landespolizei im Juni 2015 mitteilte. Weiterlesen