Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Warum Journalisten die Dinge nicht immer beim Namen nennen

Schon in der Schule werden in Aufsätzen im Deutschunterricht Wörter rot unterschlängelt, die in kurzer Folge häufig eingesetzt werden: Wdh für Wiederholung steht dann am Heftrand, und das ist irgendwie nicht gut. Viele Journalisten sind durch diese Erlebnisse bis ins Erwachsenenalter traumatisiert und verwenden deshalb geradezu zwanghaft Synonyme, um Wortwiederholungen zu vermeiden.

So heißen Feuerwehrleute nur einmal pro Artikel „Feuerwehrleute“. Bei der zweiten Nennung sind sie „Floriansjünger“. Oder sie werden – ebenso wie Polizisten – als „Helfer in Uniform“ bezeichnet. Analog dazu sind Ärzte ab der zweiten Nennung meist „Mediziner“, gelegentlich aber auch „Aesculapjünger“. Und der eine oder andere erinnert sich sicherlich daran, dass der Tennisspieler Boris Becker innerhalb eines Artikels nicht mehrfach „Boris Becker“ heißen durfte. Ab irgendeinem Punkt hieß er dann (nach seiner Heimatstadt Leimen) „der Leimener“. Weiterlesen

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Radausfahrt am Deich – heute mal zum Pinnausperrwerk

Seit ich im Frühjahr regelmäßig für den einen oder anderen Triathlon trainiere, weiß ich sehr zu schätzen, dass man in Elmshorn nicht lange durch den Stadtverkehr tingeln muss, bis man mit dem Rennrad tolle, nahezu autofreie Strecken fahren kann.

In meinem Kalender ist der 16. Juli 2016 fett eingetragen: Da werde ich zum mittlerweile vierten Mal beim Hamburger Triathlon in der Sprintdistanz antreten. 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen sind zwar keine unmenschlichen Distanzen, aber ein bisschen Training erfordern sie trotzdem. Angesichts des tollen frühsommerlichen Wetters heute – und vor allem nach dem gemeinen erneuten Wintereinbruch vergangene Woche – beschlossen mein Mann Christoph und ich, uns endlich mal wieder auf’s Rennrad zu schwingen. Weiterlesen


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Industriemuseum Elmshorn: Streifzug durch Maragarineproduktion, Hafenlärm und Schulstube

Elmshorn ist ganz unverkennbar eine Industriestadt. Fast an jeder Kreuzung weist ein Schild in irgendein Industriegebiet. Folgerichtig heißt das Elmshorner Heimatmuseum auch „Industriemuseum“. Vor einer Woche war ich zum ersten Mal dort – zusammen mit etlichen Elmshorner Neubürgern über das Willkommensteam für Flüchtlinge.

2014-10-12 17.47.57

Beinahe an jeder Kreuzung in Elmshorn…

2014-10-12 17.51.40

… führt ein Schild in mindestens ein Industriegebiet

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Mit der Fähre Kronsnest über die Krückau: Das muss man erlebt haben!

Ein besonders uriges Highlight in Elmshorn ist die kleinste Fähre Deutschlands und zugleich einzige handbetriebene Fähre in Schleswig-Holstein, mit der man von Seester nach Neuendorf (und umgekehrt) über die Krückau übersetzen kann.

Heute haben mein Mann und ich das überraschend schöne Wetter für eine kleine Fahrradtour nach Kollmar, verbunden mit einer Fahrt mit der putzigen Fähre Kronsnest, genutzt. So eine Überfahrt muss man als Elmshorner oder als Besucher dieser Stadt unbedingt mal erlebt haben. Denn immerhin ist diese Fähre die kleinste Fähre Deutschlands. Nicht jedes kleine Boot, mit dem man von einer Uferseite zur anderen übersetzt, darf sich Fähre nennen. Auch wenn die Krückau kein reißender Strom ist und die Überfahrt absolut harmlos anmutet, muss das Boot für eine Betriebserlaubnis als Fähre denselben Vorschriften genügen wie große Fährschiffe auch, außerdem muss der Fährmann vor einer amtlichen Kommission eine Prüfung ablegen und erhält dafür den Führerschein für Personenbeförderung. Weiterlesen


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Meine absolute Lieblingsstrecke: Mit dem Rad am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk

Kaum passiert man das Ortsschild und fährt den Krückaudeich entlang, begegnen einem viele Schafe, einige Spaziergänger und Radfahrer und nur wenige Autos.

Im Sommer 2014 habe ich mir ein Rennrad gekauft, um beim nächsten Volkstriathlon noch ein bisschen besser als mit meinem Tourenrad aufgestellt zu sein. Seither erkunde ich geeignete Rennradstrecken in und um Elmshorn. Die bislang schönste führt am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk. Man gelangt dorthin, wenn man von der Innenstadt aus auf der Westerstraße an den Stadtwerken vorbei radelt und dann rechts auf die Heinrich-Hertz-Straße abbiegt. Bei der nächsten Straßengabel rechts halten, und schon ist man am Deich. Weiterlesen