Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Graue Erbsen: Also ab und zu darf es auch mal was Deftiges sein…

Zum Glück wird die Elmshorner Spezialität nicht mehr nur am Faschingsdienstag serviert: Gestern Abend konnte ich im Restaurant Marone in Sparrieshoop zusammen mit meinem Mann erstmals graue Erbsen essen. Mein Fazit: Das Essen liegt trotz Schnaps etwas schwer im Magen, schmeckt aber durchaus lecker.

Anders als befürchtet, habe ich in diesem Jahr also nicht das traditionelle Elmshorner Graue-Erbsen-Essen verpasst. Während ich mit meinem Sohn einen kleinen Städteurlaub in Barcelona verbrachte, hatte mein Mann zum Glück einen Tisch im Gasthaus Marone in Sparrieshoop reserviert, wo auch am Sonnabend der Faschingswoche noch Graue Erbsen serviert wurden. Es war mein erster Besuch in diesem Restaurant (und abgesehen von ein paar Rennrad-Trainings, die mich über den Forst Sibirien auch durch Sparrieshoop geführt haben, wohl auch mein erster Besuch in dieser kleinen Gemeinde), und ich wunderte mich zunächst, warum das Restaurant von der einen Straßenseite den Namen „Kastanie“ und von der anderen Straßenseite den Namen „Marone“ trägt. Wie uns die nette Kellnerin erklärte, hatte die Vorbesitzerin des Lokals in der einen Seite (Kastanie) den Festsaal und die Kneipe für die Raucher untergebracht und den anderen Teil des Lokals, in dem das Restaurant untergebracht ist, aufwändiger renoviert und ihm den etwas edleren Titel „Marone“ verpasst. Weiterlesen

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Barcelona statt Elmshorn – Tapas statt graue Erbsen!

Weil ich derzeit ein paar Urlaubstage in Barcelona verbringe, verpasse ich schon wieder das traditionelle Elmshorner Graue-Erbsen-Essen. Zum Glück haben mir meine Blog-Leser geholfen: mit einem Rezept für graue Erbsen zum Selberkochen und mit Infos zu Restaurants, in denen das Elmshorner Spezialgericht auch am Sonnabend noch serviert wird, wenn ich wieder da bin. Weiterlesen


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Umgestaltung der Innenstadt: Die Parkpalette am Hafen musste schon dran glauben

Ich habe an dieser Stelle schon häufiger geschildert, was mir an Elmshorn gut gefällt und euch ein paar Lieblingsecken und -gebäude gezeigt. Es lässt sich aber auch nicht leugnen, dass die Innenstadt ziemlich reich an Bausünden ist. Zum Glück ist in diesem Punkt einiges in Bewegung geraten – zum Beispiel wird derzeit die gruselig hässliche Parkpalette am Hafen von Baggern platt gemacht.

Es gibt in der Elmshorner Innenstadt eine ganze Reihe Ecken, die eine „Aufwertung“ vertragen könnten, wie es unter Stadtplanern so schön heißt. Dazu gehört das Areal rund um das Hafenbecken ebenso wie der Bereich rund um den Buttermarkt, nicht zu vergessen die Knecht’schen Hallen und das Kibek-Hochhaus. Seit ich hier lebe, wird über die Umgestaltung dieser Flächen diskutiert – und in diesem Jahr erfolgen tatsächlich einige wichtige Schritte hin zu einer attraktiveren Innenstadt. Weiterlesen


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Dave Davis im Elmshorner Stadttheater: Afrodisierender Balsam für meine Multikulti-Seele

Mein erster Besuch im Elmshorner Stadttheater war nach beinahe drei Jahren in dieser Stadt überfällig. Das Programm „Afrodisiaka“ des Comedians Dave Davis war dann auch ein echter Glücksgriff – und nach einem Tag voller anstrengender Diskussionen zum Thema Flüchtlingshilfe auch willkommenes Kontrastprogramm.

Eigentlich gibt es eher wenige Comedians, die mich so richtig zum Lachen bringen. Ganz sicher war ich mir deshalb nicht, ob mir Dave Davis mit seinem Programm „Afrodisiaka“ gefallen würde, als ich die Karten für mich und meinen Sohn besorgte. Doch die Ankündigung auf der Seite des Elmshorner Stadttheaters klang witzig, außerdem hatte ich dem Theater bislang noch keinen Besuch abgestattet und wollte dringend etwas an diesem Zustand ändern. Die Tatsache, dass Davis 2010 den „Goldenen Arsch mit Ohren“ im Rahmen des internationalen Kleinkunstfestivals in Koblenz überreicht bekommen hat, weckte dann endgültig mein Vertrauen und ich besorgte Karten. Weiterlesen


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Willkommensteam für Flüchtlinge: Bei mir lagern 8 PC im Keller…

So langsam spricht es sich herum, dass eine Reihe Elmshorner Bürger sich zusammengetan haben um Flüchtlingen ihren Start in Deutschland zu erleichtern. Inzwischen sind die ersten Sachspenden eingegangen, die wir in Kürze an Flüchtlinge weitergeben werden.

Wer seine Heimat mehr oder weniger unfreiwillig verlässt, um woanders noch einmal ganz neu anzufangen, der hat nur das Nötigste im Gepäck. Bei der Ankunft hier in Deutschland fehlt es daher an den elementarsten Dingen. Für die Erstausstattung der Unterkunft sorgt in der Regel die Kommune – doch mehr als ein Bett, ein Schrank und ein wenig Geschirr und Besteck sind in der Regel nicht in der Grundausstattung enthalten. Weiterlesen


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Erster Einsatz als Willkommenshelfer: Was ein bisschen Dolmetschen bewirken kann…

Ich verstehe und spreche Persisch, die Erzieherinnen einer Elmshorner Kita aber nicht. Sie können sich deshalb nicht mit den Eltern eines kleinen iranischen Mädchens verständigen, das seit einigen Monaten die Kita besucht. Ich habe daher bei einem Elterngespräch einfach ein bisschen für beide Seiten gedolmetscht – so einfach kann das Ehrenamt als Willkommenshelfer sein!

Bislang war das Elmshorner Willkommensteam für Flüchtlinge noch nicht praktisch im Einsatz. Bei unseren ersten Treffen waren wir damit beschäftigt, die aktuelle Rechtslage und verschiedene Hilfsangebote für Flüchtlinge kennen zu lernen, außerdem machten wir uns Gedanken über unsere Vernetzung untereinander und die Homepage unserer Gruppe, die mittlerweile übrigens freigeschaltet ist. Doch so langsam scharrten alle Mitglieder des Teams unruhig mit den Hufen: Wir haben uns doch eigentlich zusammengefunden, um Flüchtlingen ganz konkret in ihrem Alltag in Elmshorn zu helfen! Weiterlesen