Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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„Auszeit am See“ neu eröffnet: Das war ein vielversprechender Start!

Ein halbes Jahr lang war das Restaurant am Rande des Steindammparks verwaist, jetzt gibt es dort täglich bis 23 Uhr leckere italienische Küche. Das Buffet zur Eröffnung am 23. Januar 2015 konnte sich jedenfalls sehen lassen.

Nur durch Zufall bin ich gestern früh bei der Zeitungslektüre darauf aufmerksam geworden, dass am Abend das Restaurant „Auszeit am See“ mit einem neuen Konzept eröffnet. In der Vergangenheit hatten mein Mann und ich leider bei jedem Versuch, dort zu Abend zu essen, vor verschlossenen Türen gestanden. Nach zwei misslungenen Anläufen hatten wir die Auszeit einfach nicht mehr auf dem Schirm – auch wenn wir das Integrationsprojekt des vorigen Betreibers unterstützenswert fanden, bei dem Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam den Restaurantbetrieb aufrecht erhielten. Weiterlesen

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Graue-Erbsen-Essen 2015: Auch dieses Jahr wird es bei mir leider nichts!

Einer meiner festen Elmshorn-Vorsätze für 2015 lautete: Dieses Jahr werde ich endlich einmal zum Graue-Erbsen-Essen gehen, damit ich mitreden kann, wenn es um diese uralte Elmshorner Tradition geht. Und dann war ich so leichtsinnig, just für die Faschingswoche einen Urlaub zu buchen.

Seit meinem Umzug nach Elmshorn im Mai 2012 ist mir jedes Jahr im Februar ein für Zugezogene merkwürdig anmutendes Lokal-Event aufgefallen: das Graue-Erbsen-Essen. Ursprünglich fand es nur am Faschingsdienstag statt, inzwischen haben viele Elmshorner Restaurants aufgrund der Beliebtheit dieses Termins ihr Graue-Erbsen-Angebot auf die gesamte Faschingswoche ausgedehnt. Auf der Internetseite des mittlerweile geschlossenen Elmshorner Schützenhofes kann man nachlesen, dass zu diesem Anlass jährlich ungefähr sechs Tonnen Hülsenfrüchte in Elmshorn verarbeitet werden. Alle Achtung. Weiterlesen


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Schönes Elmshorn: Bei alten Bauten aus rotem Backstein werde ich schwach

Die typisch norddeutschen Backsteinbauten haben es mir schon immer angetan. In Hamburg liebe ich die Speicherstadt und das Kontorviertel, in Elmshorn das Möhringsche Haus, die Bismarckschule und das Amtsgerichtsgebäude.

Ich habe mir sagen lassen, dass manche Leute beim Anblick alter Rotklinkerfassaden trübsinnig werden: zu dunkel, zu dröge, was auch immer… Ich kann das nicht nachvollziehen. Mir geht beim Anblick norddeutscher Backsteingotik das Herz auf. In Hamburg gibt es für mich daher viele Gelegenheiten, mich an schönen Fassaden zu erfreuen – und zwar nicht nur an den Klassikern, die in jedem Reiseführer stehen (die Speicherstadt oder das Kontorviertel mit dem wunderschönen Chilehaus, das völlig zu Recht als Unesco-Weltkulturerbe eingestuft wurde), sondern auch an den typischen Backstein-Straßenzüge in vielen Hamburger Stadtteilen, die einmal als eher profane Arbeiterviertel errichtet wurden. Weiterlesen


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Was haben Grönland und Sibirien in einer norddeutschen Kleinstadt zu suchen?

Mein Orientierungssinn ist nicht sonderlich ausgeprägt, entsprechend häufig verlaufe oder verfahre ich mich im Alltag. Einen richtigen Schreck jagte mir deshalb das Ortsschild „Sibirien“ ein – es begegnete mir, als ich das erste Mal nichtsahnend die Wittenberger Straße in Elmshorn entlang fuhr.

Wer in Elmshorn aufgewachsen ist oder bereits länger hier lebt, der stolpert vermutlich längst nicht mehr über einige eigentümliche Ortsteil- oder Straßennamen. Doch als Neuling muss man unweigerlich stutzen, wenn man beim Erkunden der neuen Heimat auf einen Ortsteil „Sibirien“ stößt. (Habe ich mich etwa verfahren? Wie konnte das passieren? Mein Orientierungssinn hat mich ja schon oft getrogen – aber gleich so weit ab vom Schuss?). Oder auf Straßennamen wie Robbenschlägerweg, Walfängerstraße, Am Eiskeller und Grönlandstraße. (Ein Ortsteil der Elmshorner Nachbargemeinde Sommerland heißt sogar tatsächlich Grönland…) Warum bezieht man sich an so vielen Stellen auf diese doch eher frösteligen Regionen unseres Planeten? Was hat das alles mit der norddeutschen Kleinstadt Elmshorn zu tun? Weiterlesen


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Gute Nachrichten für Neubürger: Das alte Kfz-Kennzeichen darf bleiben!

Wer ab jetzt von auswärts in den Kreis Pinneberg zieht, muss nicht mehr zwangsläufig das Kfz-Kennzeichen „PI“ an sein Auto schrauben – und hat damit eine faire Chance, für andere weiterhin als guter Autofahrer zu gelten.

Seit Jahresbeginn 2015 können Autofahrer ihr Kfz-Kennzeichen bundesweit mitnehmen, wenn sie an einen anderen Ort ziehen. Bislang war das nur bei einem Umzug innerhalb der Landesgrenzen möglich. Das Hamburger Abendblatt titelte im Pinneberger Regionalteil daher „Ein Stück Hamburg in Pinneberg“ und schrieb: „Welcher Hamburger, der sich für einen Umzug in den Kreis Pinneberg entscheidet, wird freiwillig das HH am Auto gegen ein PI tauschen, wenn er nicht muss?“ Weiterlesen