Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Mysterien des Supermarkteinkaufs: Nicht-Bio springt über!

Warum kann ich mir Bio-Brot oder Bio-Käse nicht beim Bäcker oder an der Käsetheke in Scheiben schneiden lassen? Weil damit auch Nicht-Bio geschnitten wird – und das springt über wie ein ansteckendes Virus!

Vor einer Weile kam mein Mann kopfschüttelnd vom Bäcker im Hayunga-Edeka zurück. Er hatte ein Bio-Brot gekauft und die Verkäuferin gebeten, sie möge es in Scheiben schneiden. Die hatte ihn wichtig angeschaut und erklärt: „Das geht nicht, weil dann isses nicht mehr Bio!“ Auf der Schneidemaschine würden ja auch andere Brote geschnitten, welche ohne Bio-Siegel. „Und dieses Nicht-Bio springt dann über, dann ist Ihr Brot auch nicht mehr Bio!“ Wie in aller Welt muss man sich das nur vorstellen? Ist Nicht-Bio ein ansteckendes Virus wie Ebola? Ist ein Bio-Brot folglich durch und durch verseucht, wenn es nur mit winzigen Partikeln eines Brotes in Berührung kommt, das aus konventionell angebautem Getreide gebacken wurde? Weiterlesen

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Tolle Azubi-Aktion in Elmshorn: Drei-Gänge-Menü mit Bedienung und Kerzenschein bei McDonald’s

In einer bundesweit bislang einzigartigen Aktion servierten Azubis zur Fachkraft Systemgastronomie Gästen in der Elmshorner Filiale von McDonald’s ein Drei-Gänge-Menü und trainierten auf diese Weise Service und Bedienung am Tisch.

Stell dir vor: Du gehst zu McDonald’s, und an der Tür hängt ein Schild „Heute geschlossene Gesellschaft“. Durch die Fenster siehst du ordentlich eingedeckte Tische mit brennenden Kerzen, Tischtüchern, Weingläsern und zweierlei Besteck – wie in einem gehobenen Restaurant. Kellner laufen herum und bringen den Gästen Vorspeise, Hauptgang und Dessert, während im Hintergrund ein Mann am Piano spielt. Seltsame Vorstellung? So ging es mir auch, als ich durch eine Anzeige im Lokalanzeiger auf die Aktion „Dinner Night Royal“ der Elmshorner McDonald’s Filiale am 13. November 2014 aufmerksam wurde. Weiterlesen


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Hurra, der neue Netto am Flamweg ist da!

Wie ereignislos muss mein Leben wohl sein, dass ich mich schon seit Wochen auf die Eröffnung eines Discounters in meiner Nachbarschaft freue?

Es gibt sicherlich weltbewegendere Ereignisse als die Eröffnung eines Discount-Supermarktes. Doch seit diesen Sommer die alte Lagerhalle eines Getränkemarktes an der Ecke Flamweg/Kaltenhof abgerissen wurde, bin ich tagein tagaus Zeuge aller Abriss-, Erd- und Bauarbeiten zur neuen Netto-Filiale geworden. Der Abriss des alten Gebäudes begann nämlich ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als ich mein externes Büro aufgegeben und meinen Arbeitsplatz ins häusliche Arbeitszimmer verlagert hatte. Es war nicht zu überhören, da wurde eine Menge Schutt zerkloppt. Auch in den Wochen und Monaten darauf gab es zum obligatorischen Rasenmäher- und Nachbarschaftslärm immer ein paar Dezibelchen Baulärm dazu: Da wurde jeden Tag mit schwerem Gerät unüberhörbar gebaggert, planiert, Material angeliefert, ein Gebäude errichtet, ein Parkplatz gepflastert. Insofern hatte ich ein ganz natürliches Interesse am Fortschritt dieses Projekts. Weiterlesen


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Brückenschlag nach Osten: Mit dem Hauptmann von Köpenick durchs Baltikum

In Elmshorn ist die Dittchenbühne eine Institution. Nun habe auch ich endlich einmal eine Aufführung besucht und mir von ihrem Leiter von der Tournee mit dem „Hauptmann von Köpenick“ durch die baltischen Staaten erzählen lassen.

Dass die Elmshorner Dittchenbühne  auch den Namen Forum Baltikum trägt, war mir bekannt. Doch was es mit diesem Namen auf sich hat und was die Laienschauspieler der Theatergruppe der Dittchenbühne so alles auf die Beine stellen, wusste ich nicht. Zumindest nicht bis zum 6. November 2014, als ich die vorletzte Aufführung des „Hauptmann von Köpenick“ dort erleben und mit dem Leiter und einigen Ensemble-Mitgliedern sprechen durfte. Weiterlesen


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Meine absolute Lieblingsstrecke: Mit dem Rad am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk

Kaum passiert man das Ortsschild und fährt den Krückaudeich entlang, begegnen einem viele Schafe, einige Spaziergänger und Radfahrer und nur wenige Autos.

Im Sommer 2014 habe ich mir ein Rennrad gekauft, um beim nächsten Volkstriathlon noch ein bisschen besser als mit meinem Tourenrad aufgestellt zu sein. Seither erkunde ich geeignete Rennradstrecken in und um Elmshorn. Die bislang schönste führt am Deich entlang bis zum Krückausperrwerk. Man gelangt dorthin, wenn man von der Innenstadt aus auf der Westerstraße an den Stadtwerken vorbei radelt und dann rechts auf die Heinrich-Hertz-Straße abbiegt. Bei der nächsten Straßengabel rechts halten, und schon ist man am Deich. Weiterlesen


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Bunte Fassaden: Elmshorn beweist viel Mut zur Farbe!

Wer von einem Industriestandort vor allem graue Fassaden erwartet, der irrt! Elmshorner Hausbesitzer greifen gern in viele verschiedene Farbtöpfe.

Noch habe ich nicht hinter besonders viele Fassaden dieser Stadt blicken können. Aber auch von außen wird dem Auge ja einiges geboten: Viele Elmshorner Hausbesitzer beweisen bei der Fassadengestaltung ganz klar Mut zur Farbe. Wer also von einem Industriestandort vor allem graue Fassaden erwartet, der irrt! Bei einem kleinen Streifzug durch die Innenstadt entdeckte ich Hauswände in den Farbtönen Fuchsia, Vanille, Mint, Kirschrot, Orange, Maisgelb, Aubergine, Ocker, Zinnoberrot, Coelinblau (um diesen Farbton zu identifizieren, habe ich mich auf den Seiten des Versandhandels für Künstlerbedarf Boesner herumgetrieben…), Signalrot, Tintenblau, Bordeaux, Grasgrün, Pistazie, Lisa und Gelb. Weiterlesen


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Wieso eigentlich mögen so viele Elmshorner ihre Stadt nicht?

„Warum in aller Welt sind Sie denn gerade hierher gezogen?“, ist eine Frage, die einen Neu-Elmshorner anfangs durchaus verunsichern kann.

Sommer 2012, unser Umzug und die wesentlichen Renovierungsarbeiten am Haus lagen hinter uns. So langsam kehrte Alltag ein, und wir begannen, uns in unserer neuen Heimat zu orientieren. Dazu gehörte für mich auch, ein paar neue Ärzte für die üblichen Vorsorgeuntersuchungen zu finden. Also einen Augenarzt, der gelegentlich meine Netzhaut begutachtet, einen Diabetologen für meine Quartals-Checks als Typ-1-Diabetikerin, einen Gynäkologen für die obligatorische Vorsorge und einen Hautarzt, der regelmäßig meine Leberflecken unter die Lupe nimmt. Ich hatte großes Glück, denn mit allen Ärzten, die ich bei dieser Recherche spontan ausgewählt habe, bin ich bis heute sehr zufrieden. Weiterlesen