Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


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Kleine Lichtblicke in der großen Corona-Lethargie

Geht euch das auch so, dass sich zurzeit die Wochen zäh wie Kaugummi ziehen? Weil jeder Tag irgendwie gleich ist, sich weder vom vorigen und noch vom nächsten unterscheidet. Und so sind auch die Highlights aktuell etwas bescheidener… zum Glück muss man gar nicht so weit wegfahren, um mal was Neues und Schönes zu sehen.

Neulich habe ich in einer Elmshorn-Gruppe auf Facebook einen Kommentar gelesen, der mich schmuzeln ließ. Da schrieb eine Elmshornerin: „Eigentlich wäre ich demnächst in den Urlaub nach Barcelona geflogen. Und jetzt freue ich mich wie Bolle darauf, dass am 1. März das Gartencenter Rostock wieder öffnet. Man wird irgendwie genügsam.“ Genauso geht es mir auch. Mein Mann Christoph und ich arbeiten tagein tagaus im Home Office, treffen so gut wie niemanden (sofern man den Postboten nicht mitzählt oder meinen Sohn, der gelegentlich aus Hamburg herkommt und hier für einen Tag sein Laptop aufklappt, damit ihm im Home Office in seiner kleinen Bude nicht die Decke auf den Kopf fällt), leben also maximal zurückgezogen.

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Weniger Plastikmüll, weniger unnötiger Konsum – auf in ein nachhaltigeres neues Jahr!

Vor ein paar Tagen machte die Nachricht die Runde, dass ab Frühjahr in Elmshorn ein Unverpackt-Laden eröffnen wird. Aktuell sammelt das Gründungsteam noch Startkapital, das erste Crowdfunding-Ziel wurde binnen kürzester Zeit erreicht. Das zeigt mir, dass es in Elmshorn offenbar großes Interesse an nachhaltigem Konsum gibt – und bringt mich dazu, euch auch von meinen Nachhaltigkeitszielen für 2021 zu erzählen.

Ich bin schon sehr gespannt auf den Unverpackt-Laden, der nach allem, was man so liest, in einem Ladenlokal „in Bahnhofsnähe“ sein Zuhause finden wird. Die genaue Adresse will das Team von Simpel Unverpackt Elmshorn erst öffentlich machen, wenn der Mietvertrag wirklich in trockenen Tüchern ist. Neben dem Verkauf von unverpackten Lebensmitteln sowie Bad- und Hygieneartikeln soll es im künftigen Unverpackt-Laden auch Veranstaltungen und Seminare etc. zum Thema Müllvermeidung und Nachhaltigkeit geben. Das Crowdfunding über die Plattform Startnext geht übrigens weiter – wer per Überweisung das Startkapital des Unverpackt-Ladens aufstockt, erhält nach der Eröffnung Einkaufsgutscheine, bestimmte Produkte oder die Gelegenheit zum Pre-Shopping. Schaut also gern mal rein und investiert ebenfalls – ob einen großen oder einen kleinen Betrag.

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Mein Elmshorner Jahresrückblick 2020

War in diesem Pandemiejahr eigentlich irgendetwas anderes los als Corona? Klar, auch in Elmshorn stand Covid-10 im Mittelpunkt des Geschehens. Doch zum Glück nicht ausschließlich. Hier kommt mein Rückblick auf das (Blog-)Jahr 2020…

Ich möchte dabei vorwegschicken, dass ich froh und dankbar bin, dass das Virus mich und auch Menschen in meinem näheren Umfeld bislang nicht erwischt hat. Dass weder mein Mann, noch ich selbst berufliche Einbußen hinnehmen mussten. Wir sind in der privilegierten Lage, in einem schönen Haus mit Garten zu leben, das sogar für jeden von uns ein eigenes, voll ausgestattetes Arbeitszimmer bereithält. Außerdem verstehen wir uns gut und können es wirklich locker über einen längeren Zeitraum miteinander aushalten. Lockdown und Home Office lassen sich unter solchen Bedingungen gut aushalten. Mir ist natürlich klar, dass die Pandemie viele Menschen sehr schlimm getroffen hat – sei es gesundheitlich (Corona-Infektion, als Angehöriger einer Risikogruppe besonders gefährdet etc.), beruflich (Kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, Auftragseinbrüche, Existenzsorgen etc.) oder sozial (Isolation, Kinderbetreuung und Home Schooling, Budenkoller, häusliche Gewalt etc.).

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Elmshorner Gastronomie im Lockdown – ihr müsst trotzdem nicht immer selber kochen

Die schlechte Nachricht kennt ihr schon: Wegen der Corona-Pandemie sind wir im mittlerweile zweiten Lockdown angelangt, man darf daher keine Restaurants und Gastronomiebetriebe aufsuchen um dort zu essen. Die gute Nachricht: Viele bieten Liefer- oder Abholservice an. Hier also eine aktualisierte Liste meiner Lieblingsrestaurants.

Auch ohne Lockdown war in die Elmshorner Gastronomie-Szene gerade einiges in Bewegung geraten: So hat das Ochi’s am Bahnhof wieder geöffnet, das Ricchi’s gegenüber dafür den Betrieb eingestellt. Das Ladenlokal blieb allerdings nicht lange leer, inzwischen hat dort mit dem Ragazzi ein weiteres italienisches Restaurant Einzug gehalten. Die Scheune am Grauen Esel neben dem Kino hat dichtgemacht, doch auch dort wird renoviert und gewerkelt – wir dürfen uns auf eine Filiale des Opposti freuen, das auch in Pinneberg bereits die Räume der vormaligen Scheune übernommen hat. Für die Auszeit am See im Steindammpark ist allerdings noch keine Wiedereröffnung in Sicht.

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Pro und Contra Decathlon: Warum werden eigentlich nicht die Kunden gefragt?

Im Erdgeschoss des Möbelmarkts Roller am Franzosenhof soll sich ein Decathlon-Sportmarkt ansiedeln. Dagegen regt sich Widerstand – mit zum Teil haarsträubenden Argumenten, wie ich finde.

Als ich das erste Mal von den Plänen für eine Ansiedlung von Decathlon in Elmshorn las, habe ich mich spontan sehr gefreut. Ich fände es klasse, eine Filiale dieses großen Sporthändlers hier vor Ort zu haben. Doch offenbar sind nicht alle hier meiner Meinung. Seit der ersten Ankündigung ist eine heftige Diskussion entbrannt, die ich nur sehr bedingt nachvollziehen kann.

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Wandern in und um Elmshorn mit Komoot

Mein Mann Christoph hat sich kürzlich die App Komoot zugelegt. Ausprobiert haben wir inzwischen zwei Wanderrouten hier in der Region: einmal ums Himmelmoor in Hemdingen und einmal zur Industrieruine Alte Ziegelei.

Während der aktuellen Coronoa-Pandemie sagen sich ja viele Leute, dass man doch gar nicht unbedingt weit weg von zu Hause nach Erholung suchen muss. Warum nicht endlich mal die nähere Umgebung erkunden? Uns geht es ähnlich: Unser Aktionsradius hat sich in den vergangenen Monaten erheblich verringert. Was auch nicht schlecht sein muss. Allerdings haben wir festgestellt, dass wir dazu neigen, immer wieder dieselben Spaziergänge zu unternehmen, wenn wir nicht im Vorfeld eine geeignete neue Route planen. Und genau dafür eignet sich die App Komoot, mit der man Strecken zum Wandern, Laufen und Radeln planen kann und die einen während der Tour in die richtige Richtung lotst.

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Das hat Spaß gemacht: Toller Corona-Duathlon des Tri-EMTV

Sollen wir überhaupt mit der Planung weitermachen? Wie erstellt man ein pandemietaugliches Hygienekonzept für einen sportlichen Wettkampf? Wird das Gesundheitsamt den Duathlon genehmigen? Mit diesen Fragen haben sich die Aktiven im Elmshorner Triathlonverein Tri-EMTV in den vergangenen Wochen und Monaten beschäftigen müssen – und gestern dann eine superschöne Veranstaltung hinbekommen.

Ich habe einiges von den in diesem Jahr dank Corona besonders umfangreichen Vorbereitungen mitbekommen, weil mein Mann Christoph im Organisations-Team mitgearbeitet hat. Der Elmshorner Duathlon hat eine mittlerweile 30-jährige Tradition, die man nur ungern unterbrechen wollte. Andererseits wurden in ganz Schleswig-Holstein dieses Jahr reihenweise Sportverantaltungen abgesagt. Und so war die Frage durchaus berechtigt, wie viel ehrenamtlichen Aufwand man bei der Vorbereitung einer Veranstaltung betreiben möchte, wenn sie am Ende möglicherweise doch coronabedingt abgesagt wird.

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Tolle Kunstausstellung „Mut zur Luke“ im Museumsschiff Cap San Diego

Bevor ich euch nun ausführlich über meinen Besuch an Bord berichte, ein kurzer Hinweis: Wenn ihr die Ausstellung noch sehen wollt, müsst ihr euch ranhalten – sie wird schon übermorgen wieder abgebaut.

Vor einer Weile hatte ich euch in meinem Elmshorner Tagebuch gegen den Corona-Blues ja schon über die erste Online-Vernissage berichtet, an der ich jemals teilgenommen habe. Seither folge ich dem Künstler Jan Eustergerling auf verschiedenen Kanälen und wurde deshalb vor ein paar Wochen darauf aufmerksam, dass er gemeinsam mit fünf anderen Künstlerinnen und Künstlern eine Ausstellung auf dem Hamburger Museumsschiff Cap San Diego plant. Am 18. Juli war die Ausstellungseröffnung, da hatte ich leider keine Zeit. Eigentlich wollte möglichst bald nach der Vernissage mal dort vorbeischauen und hier berichten. Und schwupps waren ein paar Wochen vergangen, und nun neigt sich das letzte Ausstellungswochenende dem Ende zu.

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Auf den Corona-Blues folgt echter Blues: Die Bohemian Blues Connection in „Das Knopf“ in Ellerhoop

Mein letztes Live-Konzert vor der Pandemie war ein Blues-Konzert von Keb Mo im Januar 2020 in der (arg überfüllten) Fabrik in Hamburg. Dann kam der Shutdown, und ich schrieb hier gegen meinen Corona-Blues an. Da ist es irgendwie folgerichtig, dass auch mein erstes Konzert seit Corona ein Blues-Konzert war, oder? Jedenfalls haben wir am vergangenen Samstag Open Air beim „Das Knopf“ in Ellerhoop die Bohemian Blues Connection (BBC) gehört. Und davon erzähle ich euch heute. 🙂

So richtig wahrgenommen habe ich die Band um die Sängerin Andrea Löhnsdorf aus Elmshorn erst bei ihrem Auftritt beim Elmshorner Hafenfest im Sommer 2019. Da spielten sie auf der großen Bühne am Nordufer. Christoph und ich hatten großen Spaß an ihrer Musik und fingen irgendwann an, dazu zu tanzen. Bei den meisten rockigen Stücken bot sich ein Jive an, allerdings mit ziemlich hohem Tempo. Und so gaben wir auf dem Asphalt vor der Bühne alle Jive-Figuren zum Besten, die wir in der Tanzschule gelernt hatten und die wir in dem irren Tempo irgendwie zustande brachten. Es war ein toller Abend – und seither folge ich der BBC auf Facebook. Weiterlesen


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Neuer Gastro-Tipp: Fräulein Kontor, ein süßes kleines Café im Flamweg

Es war länger etwas still hier auf dem Blog. Ich hatte viel zu tun, war überarbeitet und verspürte wenig Lust, neben meiner hauptberuflichen Schreiberei auch noch privat in die Tasten zu hauen. Doch nun habe ich Urlaub, saß statt am Schreibtisch eher in Eiscafés – und heute in einem ganz neuen kleinen Café in Elmshorn, das ich euch nach meiner schreiberischen Verschnaufpause nun vorstellen möchte.

Auf „Fräulein Kontor“ sind wir gestern Abend aufmerksam geworden, als wir von einem abendlichen Spaziergang den Flamweg hinauf nach Hause gingen. „Hoppla“, dachte ich, „das Café war doch letztes Mal noch nicht hier!“ In dem kleinen Ladenlokal im Flamweg 66 war bis vor ein paar Jahren noch eine kleine Zweigstelle von Bäckerei Millahn ansässig, die allerdings nur selten geöffnet hatte. Dann stand es lange Zeit leer, bis dort vor einem Jahr oder so kurzzeitig ein kleines Café zu finden war, das allerdings nur ein paar Monate lang durchhielt. Nun ist also noch einmal ein Café dort eingezogen – und ich drücke den beiden Betreiberinnen die Daumen, dass sich ihr Unternehmen trägt. Weiterlesen