Elmshorn für Anfänger

Geschichten von einer, die auszog, im Hamburger Speckgürtel zu leben. Eine pragmatische Liebeserklärung.


Hinterlasse einen Kommentar

Zukunft der Markthalle: Die Menschen wünschen sich Gastronomie und Fläche für Kultur und Existenzgründer

Ganz so falsch lag ich offenbar nicht, als ich vor einer Weile hier den Wunsch geäußert hatte, man möge die Elmshorner Markthalle nach der Sanierung als Co-Working-Space für Existenzgründer und Freiberufler nutzen. Diese Nutzung stand nämlich auch bei den meisten Interessierten der Info-Veranstaltung im Rathaus sehr hoch im Kurs.

Für Normalsterbliche ist die Elmshorner Markthalle nur an Markttagen im Erdgeschoss zugänglich, wo die Marktbeschicker zweimal pro Woche Wurst, Käse, Fleisch & Co. verkaufen. Ein Obergeschoss wird aktuell nur von der Theatergruppe Speeldeel genutzt, ansonsten sind die oberen Etagen verschlossen. Vergangenen Mittwoch war das anders: Interessierte konnten sämtliche Ecken des alten Gemäuers in Augenschein nehmen und anschließend im Rathaus über die künftige Nutzung der Markthalle diskutieren. Weiterlesen

Advertisements


Hinterlasse einen Kommentar

Impressionen vom Neujahrsempfang des Hamburger Abendblatts

Eigentlich gehöre ich nicht zu den prominenten Persönlichkeiten aus Hamburg und Umgebung, mit denen man ganz selbstverständlich auf der Gästeliste für den Neujahrsempfang des Hamburger Abendblatts rechnet. Und doch durfte ich gestern dabei sein, als rund 900 wichtige Menschen aus Politik, Kultur und Gesellschaft sich im Atlantic Hotel reihum die Hände schüttelten und sich ein frohes neues Jahr wünschten.

Meine Einladung zu diesem illustren Event verdanke ich der Tatsache, dass ich dem Leserbeirat der Regionalausgabe für den Kreis Pinneberg des Hamburger Abendblatts angehöre. Über seine Leserbeiräte sucht das Abendblatt den Austausch mit seinen Leserinnen und Lesern, es gibt einen großen Leserbeirat für die Zentralausgabe und kleinere für die jeweiligen Regionalausgaben der Regionen Pinneberg, Stormarn, Norderstedt, Harburg-Stadt und Harburg-Land. Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Elmshorn wird zum norddeutschen Mekka der Craft-Biere – neue Brauerei in der Langelohe

Von außen ist dem Gebäude in der Langelohe 65a nicht anzumerken, dass dort in Kürze Bier gebraut, verkauft und ausgeschenkt werden soll. Doch im Innern der Räume, die quasi neben der Fahrradbörse gelegen sind, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Gestern wurden die Brauerei-Tanks geliefert – und ich durfte bei der dramatischen Entladeaktion dabei sein.

Ihr erinnert euch vielleicht: Erst kürzlich habe ich über das neue Elmshorner Craft-Bier der Jungs vom Brewing Pack geschrieben, deren „Elmshorner Blondes mit Mütze“ neuerdings im Edeka Hayunga verkauft wird und für mich zu Weihnachten ein willkommenes Mitbringsel für meine Familie im heimischen Ostwestfalen-Lippe war. Bei meinem Gespräch mit den Gründern vom Brewing Pack habe ich auch gelernt, dass es in Elmshorn eine aktive Hobbybrauer-Szene gibt. Trotzdem war ich überrascht, als mich zwischen Weihnachten und Neujahr eine Mail von Ian Faulkner erreichte, in der er mir schrieb, dass er in Kürze eine kleine Brauerei in Elmshorn aufmachen wird, wo seine Simian Ales produziert werden sollen – und fragte, ob ich nicht auch über diesen Business-Start einmal auf meinem Blog berichten möchte. Weiterlesen


Ein Kommentar

Heute ist der Einbruch in unser Haus genau zwei Jahre her… Ein Schreck mit Nachwirkungen

Der 2. Januar 2016 war für uns kein besonders toller Tag. Wir kamen gut erholt aus einem Kurzurlaub in St. Peter Ording zurück, wo wir ein paar Tage mit Strandspaziergängen, Schwitzen in der Dünentherme und einer schönen Silvesterfeier verbracht hatten. Und dann der Schock: Bei uns zu Hause wurde eingebrochen!

Die Einbrecher waren über unsere Terrasssentür ins Haus gelangt, hatten Bargeld und vor allem Schmuck entwendet. Ich war untröstlich, denn darunter waren auch Familienstücke und andere Schmuckstücke, die für mich eine besondere Bedeutung hatten. Heute nun ist dieser Schreckensmoment, über den ich hier seinerzeit ausführlich berichtet hatte, genau zwei Jahre her. Und so ganz überwunden ist das Erlebnis bis heute nicht. Weiterlesen


2 Kommentare

Rückblick: Das war mein Jahr 2017 in Elmshorn!

„Zwischen den Jahren“ ist traditionell die Zeit für einen gepflegten Jahresrückblick. Was also war hier in meinem Elmshorner Leben los im Jahr 2017?

img_9758

Im Januar konnte ich für mich endlich das Geheimnis der norddeutschen Pfütten lüften. Wie man sie besser macht als bei meinem Feldversuch in den ersten Januartagen, durfte ich zwischenzeitlich bei den Matjestagen in Glückstadt in einer Live-Demonstration lernen. Mal schauen, ob ich dieses Jahr zu Silvester noch einmal einen Versuch starte, diese frittierten kleinen Schweinereien selbst herzustellen!

medailleIm Februar stand bei uns wieder der Sibirien-Marathon auf dem Programm. Für weniger Ortskundige hierzu nur eine kurze Erklärung: Bei Sibirien handelt es sich um ein Waldstück inklusive Teich und Gaststätte im Norden Elmshorns. Und der Weltrekordhalter Christian Hottas, der mittlerweile über 2.600 Marathons auf dem Buckel hat, organisiert dort jedes Jahr im Februar einen lustigen Marathon, bei dem man 59-mal um den See rennen muss. Da werden wir auch im neuen Jahr wieder mit einer Staffel antreten!

Im März machte ich mir u. a. Gedanken über die Parkplatzsituation in Elmshorn und das Schicksal der vielen Pendlerinnen und Pendler, die sich jeden Morgen über die A23 oder mit der Bahn in Richtung Hamburg quälen. Und ich bin weiterhin froh, dass ich nicht pendeln muss. Denn die Baustellen in und um Elmshorn sind seither nicht weniger geworden, und die Gelassenheit und Geduld der Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer leider proportional dazu gesunken.

IMG_2233Im April hätte ich mich beinahe in ein altes Elmshorner Klavier verguckt, das auf der Gebrauchtbörse Plietschplatz angeboten wurde. Richtig alt und retro, ein echtes Schmuckstück. Allerdings hätte es enorm viel Platz in unserem Wohnzimmer gefressen, das über Monate (wenn nicht Jahre) zur Holzwerkstatt geworden wäre, weil das Klavier halt altersbedingt auch ein paar Restaurationsmaßnahmen nötig hatte. Und genau genommen weiß ich gar nicht, ob ich nach 30 Jahren Klavierpause überhaupt wieder Lust auf Klavierspielen gehabt hätte. Zum Glück hat das schöne Klavier dann ein anderes Zuhause gefunden und ist nicht auf dem Sperrmüll gelandet.

1975Im Mai trat ich mit der Elmshorner Bauchtanzgruppe Magnun in der Show „Crazy for Dance“ auf. Das Publikum war begeistert, die Tänzerinnen euphorisch, die Bildausbeute gigantisch. Leider häuften sich bei mir bald nach der Show gesundheitliche Probleme (zu meinem Typ-1-Diabetes gesellte sich eine Schilddrüsenerkrankung, und zu allem Überfluss stürzte ich im Sommerurlaub mit meinem Rennrad) und jede Menge Arbeit. Und weil ich mein Triathlontraining und das Standard-Latein-Tanzen mit meinem Mann nicht an den Nagel hängen möchte, musste ich einen anderen Programmpunkt aus meinem Freizeitkalender streichen. Schweren Herzens entschloss ich mich daher, das Bauchtanzen an den Nagel zu hängen.

Im Juni wunderte ich mich über den Elmshorner Beichtstuhl bei Instagram, besuchte die Glückstädter Matjestage und ging endlich mal wieder zum Shopping aus dem Haus.

IMG_9730

Im Juli ärgerte ich mich über die Staatsanwaltschaft Itzehoe, die ein halbes Jahr nach einem blöden Parkrempler immer noch nicht die angeforderten Akten an die Versicherung übermittelt hatte. Nun ist der Unfall auf dem Parkplatz vom Joy Fitnessstudio beinahe ein Jahr her, doch ich habe immer noch keine abschließende Nachricht bekommen, dass die Versicherungen den Fall unter sich geklärt haben. Vermutlich ist die Papierakte immer noch irgendwo im Orkus unterwegs. Ich sollte eigentlich noch einmal nachfragen – in den Koalitionsverhandlungen war doch so viel von Digitalisierungsoffensive die Rede?

IMG_5059Im August besuchten mein Mann Christoph und ich erstmals die Holmer Sandberge – ein wirklich lohnendes Ausflugsziel in der näheren Umgebung, das ich jedem empfehlen möchte, der Lust auf ausgedehnte Spaziergänge in der Natur hat. Sanddünen, Kiefern und Kiefernzapfen, Heidekraut – und eine bemerkenswerte Ruhe. Es gibt mehrere verschiedene Wanderrouten unterschiedlicher Länge.

Im September war bis auf einen kleinen Beitrag Flaute auf meinem Blog. Sowas darf auch mal sein.

IMG_6207Im Oktober feuerte ich das Laufteam des Elmshorner Willkommensteams für Flüchtlinge beim Stadtlauf an. Es starteten acht Flüchtlinge aus Eritrea, Syrien und Afghanistan auf der 5-Kilometer-Distanz und belegten zum Teil hervorragende Plätze in ihren jeweiligen Altersklassen. Alle Läufer aus dem Willkommensteam liefen die 5 Kilometer in unter 30 Minuten!

IMG_6820Im November machte ich Bekanntschaft mit der lokalen Bierbrauerszene in Gestalt der Macher vom Brewingpack, die das Craftbeer „Elmshorner Blondes mit Mütze“ und weitere Craftbeer-Spezialitäten neuerdings gewerblich vermarkten. Mein Blogbeitrag rief übrigens einen weiteren Bierbrauer auf den Plan, der mich darüber informierte, dass in Kürze eine weitere Craftbeer-Brauerei in Elmshorn eröffnen wird – inklusive Barbetrieb. Ich werde euch natürlich darüber berichten, sobald ich ein paar eigene Eindrücke gesammelt habe.

IMG_7766Im Dezember kramte ich meine mittlerweile recht stattliche Sammlung der Elmshorner Weihnachtsbaumkugeln hervor, um unseren Baum zu schmücken. Und bekam von meinen Bloglesern den Tipp, doch einmal im Torhaus nachzufragen, ob dort die in meiner Sammlung fehlenden Kugeln noch zu haben sind. Die meisten Voodoo-Zauber, die Elmshorn zuvor heimgesucht hatten, haben sich inzwischen in jahresendliches Wohlgefallen aufgelöst: So wurde zum einen kurz vor Weihnachten die rundum erneuerte Brücke an der Wittenberger Straße für den Verkehr freigegeben. Und um Erika Steinbach und anderen deutschtümelnden Nörglern die Stirn zu bieten, versammelten sich am Nikolaustag viele Elmshornerinnen und Elmshorner unter dem Motto „Elmshorn leuchtet für Toleranz“ auf dem Alten Markt. Ich persönlich war am 6. Dezember im Urlaub, beobachtete dieses schöne Treiben aber online von Gran Canaria aus und dachte mir nur: „Danke, Elmshorn!“

In diesem Sinne: Allen Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr und auf Wiederlesen in 2018!

 


Hinterlasse einen Kommentar

Stadtpläne zeichnen statt Fernsehen: Idee für die Feiertage unterm Baum

Was kommt dabei heraus, wenn man versucht, aus dem Gedächtnis einen Stadtplan seiner Heimatstadt zu zeichnen? Mein Mann Christoph und ich haben es ausprobiert. Und wenn ihr euch über die Feiertage langweilt, dann versucht euch doch auch einmal als Kartograph: Wenn ihr über ähnlich wenig geographisches Talent verfügt wie ich, werdet ihr aus dem Lachen nicht mehr herauskommen!

Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden: Was meine Ortskenntnis angeht, bin ich eine ziemliche Niete. Warum man mich besser nicht nach dem Weg fragen sollte, habe ich hier ja schon einmal in anderem Zusammenhang geschildert. Dass ich so schlechte Wegbeschreibungen abliefere, liegt nicht nur daran, dass ich erst ein paar Jahre in Elmshorn wohne. Mein Orientierungssinn war auch in Hamburg schon unterentwickelt – und dort habe ich immerhin 22 Jahre meines Lebens verbracht. So hat es zum Beispiel viele Jahre gedauert, bis es mir erstmals gelang, von Altona mit dem Auto zurück in mein Zuhause in Langenhorn zu fahren, ohne dabei an den Landungsbrücken vorbeizufahren. Weiterlesen


10 Kommentare

Essen gehen in Elmshorn: Hier ist mal ein Update fällig!

Wenn ich gelegentlich in die Klick-Statistik für dieses Blog schaue, dann sehe ich, dass der mit Abstand am häufigsten gelesene Beitrag ein Artikel über meine Lieblingsrestaurants in Elmshorn ist. Allerdings hat sich seit Februar 2016, als ich diesen hitverdächtigen Blogbeitrag geschrieben habe, einiges getan. Deshalb habe ich die Liste meiner Lieblingsrestaurants einmal überarbeitet.

Nach wie vor fällt mir auf, dass viele Leute in Elmshorn unzufrieden mit der hiesigen Gastronomie sind. „Hier kann man nicht gut Essen gehen“, höre ich weiterhin häufiger einmal. Klar ist: Mit dem kulinarischen Angebot der nahegelegenen Metropole Hamburg kann Elmshorn natürlich nicht mithalten. Und einen Sternekoch hat es bislang auch nicht hierher verschlagen. Aber in Elmshorn und Umgebung habe ich dennoch mittlerweile ganze Reihe von Restaurants getestet und für gut befunden. Hier findet ihr einmal meine Auswahl und kurze Bewertung (in alphabetischer Reihenfolge). Weiterlesen